Die Teekampagne
Transparenz & Engagement
Einfach und transparent
Wenn man auf Kleinpackungen verzichtet, wenn man sich auf wenige Teesorten beschränkt und nicht überall und jederzeit verfügbar sein will, vermeidet man unnötigen Bedarf an Material und Lagerraum. Und das in einem ganz erheblichen Umfang!
Ökonomisch und ökologisch vernünftig zu handeln überzeugt umso mehr, wenn das Resultat ein hervorragender Tee zu einem besonders günstigen Preis ist.
In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung
(Leonardo Da Vinci)


Die Preiskalkulation offenlegen
An einer Sache aber spart die Teekampagne nicht: an der Qualität. So wenden wir für unseren Darjeeling First und Second Flush mehr als die Hälfte des Endverkaufspreises – gerechnet auf unsere Standard-Kilo-Packung – für den Einkauf der höchsten Blattqualität aus zertifizierten Bio-Gärten auf. Auch dies ist eine im Teehandel einzigartige Relation. Ein mehrstufiges Kontrollsystem garantiert die hohe Güte all unserer Tees. Jede Teepartie wird von Teeprüfern mehrfach blind verkostet.
Biologischer Anbau und Rückstandskontrollen
Wir beziehen unsere Tees wo immer möglich aus Teegärten, die nach den Vorgaben der ökologischen Landwirtschaft produzieren. Die Zertifikate finden Sie hier.
Bio allein ist nicht genug. Die Testergebnisse der Stiftung Warentest und auch Ökotest haben immer wieder auch gezeigt, dass auch Bio-Tees mit Schadstoffen belastet sein können. Deswegen nehmen wir vor dem Teeeinkauf Proben von jeder Teepartie und lassen sie in Deutschland von einem unabhängigen Labor auf eine Belastung durch Pestizide und andere Schadstoffe getestet – inzwischen sind es über 600 Substanzen, auf die wir jede Teesorte analysieren lassen. Nur Tees, die in allen Bereichen unter dem gesetzlichen Grenzwert bleiben, kaufen wir ein. Die Analyse-Ergebnisse legen wir offen. Diese können Sie für Ihren Tee abrufen, indem Sie unten auf „Zur Rückverfolgung“ klicken.
Rückverfolgbarkeit
Die Teekampagne geht das Thema Transparenz offensiv an. Wir können den Inhalt jeder unserer Teepackungen bis zum Ursprung zurückverfolgen und sicherstellen, dass Sie bei uns nur rückstandskontrollierten und 100 Prozent reinen Darjeeling- bzw. Assam-Tee bekommen.
Sie möchten die Ernte- und Verschiffungsdokumente sowie die Ergebnisse der Laboranalysen für Ihren Tee einsehen? Ganz einfach: Bitte geben Sie die Chargennummer von der Rückseite Ihrer Teepackung in das dafür vorgesehene Feld ein und betätigen den "Suche"-Button. Sie erhalten dann eine Übersicht der Dokumente, die Sie sich als Download im PDF-Format anzeigen lassen können.
Die Chargennummer für jeden Tee finden Sie am Fuß des Rücketiketts – siehe Abbildung:

Ökologisches Engagement
Für ihr ökologisches Engagement ist die Teekampagne mehrfach ausgezeichnet worden.
Für ihre sinnvolle Balance zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Interessen ist der Teekampagne im April 2021 unter 346 internationalen Bewerbern die Gold Trophy des European Green Award 2021 in der Kategorie 'Green Marketing / Campaigning' verliehen worden.
2022 hat die Teekampagne den Fairtrade Preis bekommen und 2023 war sie für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.

Die Teekampagne ökologisch betrachtet
Die folgenden Punkte zeigen, wie die einzelnen Teile des Konzepts der Teekampagne Emissionen reduzieren.
Von Beginn an hat die Teekampagne ihre Produzenten ermutigt, auf chemische Pestizide und Düngemittel zu verzichten und stattdessen auf ökologischen Anbau zu setzen. Tee, der biologisch angebaut wird, verursacht pro Kilogramm nur ungefähr die Hälfte der CO2-Belastung im Anbau wie konventionell erzeugter Tee.
Wir verzichten auf den jährlichen "Flugtee" zu Beginn der Tee-Saison. Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass der CO2-Austoß beim Flugtransport bis zu 230 Mal höher ausfällt, als beim Schifftransport.
Auf Zwischenhandel zu verzichten, bringt enorme ökologische Vorteile. Vom Tor der Teeplantage fährt der Tee zum Exporteur, wird zum Importeur verschifft, von dort auf Paletten zum Großhändler gefahren und landet schließlich im Lager des Einzelhändlers. Jedes Mal der Transport rein ins Lager und raus aus dem Lager. Auf jeder Stufe des Zwischenhandels wird der Tee neu verpackt, danach die Verpackung wieder aufgerissen und entsorgt. Mit unserem Direktimport aus Indien vermeiden wir viele Transportwege, die Notwendigkeit von Zwischenlagern und aufwändiges Umverpacken.
Tee ist mindestens vier Jahre haltbar. Daher ermutigen wir unsere Kunden selbst Vorrat zu halten, statt die Vorratshaltung des Händlers teuer zu bezahlen. Eine Großpackung statt vieler Kleinpackungen reduziert den Verpackungsaufwand erheblich. Bei unserem Standard, der 1kg-Großpackung, sparen wir neun Vorder-, neun Rück- und neun Verschlussetiketten im Vergleich zur Abfüllung dieser Teemenge in den 100g-Päckchen des konventionellen Teehandels.
Das Material unserer Verpackung wählen wir sorgfältig – so viel Barriere wie nötig zum Schutz des Aromas, so wenig Umweltbelastung wie möglich.
Schon heute sind mehr als ein Viertel aller Bestellungen bei der Teekampagne Sammelbestellungen. Dies verringert die Belastungen bei der sonst individuellen Auslieferung von Paketen an einzelne Kunden. Wir unterstützen den Trend unserer Kunden zu immer mehr Sammelbestellungen. Bei Bestellungen bereits ab drei Kilogramm Gewicht übernimmt die Teekampagne die Versandkosten für die Kunden.
Wiederaufforstung in Darjeeling
Save the Environment and Regenerate Vital Employment
Was haben wir in unserem SERVE-Projekt bislang erreicht?
Aufforstung von 500 Hektar
Es wurden rund 500 Hektar aufgeforstet (das sind ungefähr 714 Fußballfelder).Pflanzung Millionen neuer Setzlinge
Mehr als drei Millionen Setzlinge wurden gepflanzt. In der Region waren zeitweise bis zu 14 Baumschulen in Betrieb. Der jährliche Bedarf an Setzlingen beträgt derzeit 80.000 bis 100.000 Stück und wird durch zwei Baumschulen erbracht.Honig als neue Einkommensquelle
600 Farmer wurden in Bienenhaltung und Honigproduktion unterrichtet. Der Honig „Darjeeling Gold“ wird auf lokalen Märkten verkauft, 750 ml kosten umgerechnet etwa 7 bis 11 Euro und sind eine lukrative Einkommensquelle.Förderung von Bio-Kompostierung
Zusammen mit der Organisation „Zero Waste Himalaya“ wurde auf die Vorteile des Bio-Kompostierens hingewiesen und es wurden 65 Bio-Kompost-Einheiten errichtet.Bau eines Schaugartens mit Heilpflanzen
Dort, wo die berühmte historische Schmalspurbahn Darjeelings, liebevoll „Toy Train“ genannt, eine besonders malerische Schleife zieht, im Batasia Loop, wurde ein Schaugarten mit Heilpflanzen angelegt.Nachwuchsprogramme für Umweltschutz
Mehr als 5000 junge Leute (Schülerinnen, Schüler, Studentinnen und Studenten) haben an Programmen zum Umweltschutz teilgenommen.Holzverbrauch durch Alternativen gesenkt
Die Wissensvermittlung zur Herstellung von Bio-Briketts und die Entwicklung verbesserter Kochherde half, den Verbrauch von Feuerholz für die Küchen zu reduzieren. An dem Projekt, das gemeinsam mit der lokalen Forstverwaltung durchgeführt wurde, nahmen 54 Dorfgemeinschaften teil.Verbesserung der Wasserversorgung
Mit der Vermittlung von Techniken zum Auffangen von Regenwasser und zur Belebung von Quellen konnte die Wasserversorgung in einigen Dörfern maßgeblich verbessert werden.Umwelt-Schulung für Touristen in Darjeeling
Die Übernachtung in so genannten Homestays gibt Einblick in das Leben von Familien in Darjeeling und ist bei Touristen sehr beliebt. Mit Schulungen zur Müllvermeidung und zur Vogelbeobachtung wird aufgezeigt, wie Community Based Tourism möglichst umweltschonend durchgeführt werden kann.Unser Event in Darjeeling: 25 Jahre Projekt SERVE










Darjeelings Herausforderungen
Darjeeling-Stadt ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. In der Stadt, die in den 1980er Jahren für rund 50.000 Personen Heimat war, drängeln sich heute rund 165.000 Menschen. Müllentsorgung und Wasserversorgung zählen damit zu drängenden Problemen, die durch die vielen Touristen, die dieses besondere Fleckchen Erde erkunden wollen, noch verschärft werden. Auch der Mensch-Wildtier-Konflikt gewinnt mit der Ausbreitung der Menschen an Brisanz.Was sind die nächsten Schritte in unserem Projekt?
In einer Region, die von Erdbeben und Erdrutschen bedroht ist, setzen wir weiter auf Wiederaufforstung und auch auf die Vermittlung von Techniken zum Bau von Bambus-Palisaden gegen Bodenerosion.In Zusammenarbeit mit anderen Umweltverbänden Darjeelings engagieren wir uns weiter für „Zero Waste“, das Hand in Hand geht mit dem Aufruf, die regionale Küche zu stärken. Sie hilft, den Artenreichtum an Getreide- und Gemüsesorten zu erhalten und ernährungsbedingte moderne Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck einzudämmen.

Das SERVE-Team

Deependra Sunar
Landscape Coordinator, Head of Darjeeling office

Rounak Rai
Accounts & Admin
Anusha Pahari
Project Officer
Pemba Bhutia
Project Officer
Rikchen Zimba
Field Assistant & Driver
Narendra Sharma
Field Assistant
Abishek Pradhan
Project Officer Communities
Unsere Reports zum Projekt SERVE

Nachhaltigkeitsprojekt in Tonganagaon (Assam)
Wenn wir die Situation in Darjeeling rückblickend auf die letzten 30 Jahre betrachten, dann hat sich dort seitdem vieles verbessert: Zwei Drittel der Teegärten haben auf kontrolliert biologische Anbaumethoden umgestellt, und der Lebensstandard ist insgesamt gestiegen. Noch immer nicht ganz da, wo wir ihn haben möchten, aber auf einem guten Weg.
In Assam haben wir geholfen, die Erweiterung einer der Grundschulen in Tonganagaon zu finanzieren. Im Mai 2019 wurden die zwei neuen Klassenräume, die über Solar-Beleuchtung und -Ventilatorenverfügen, feierlich eingeweiht. Das Geld reichte auch noch aus, um Spielgeräte für den Pausenhof und Schulmobiliar anzuschaffen. Die Schule steht nicht nur den Kindern offen, deren Eltern auf der Teeplantage arbeiten, sondern auch denen, die nur in Tonganagaon wohnen. Auch Erwachsene können hier lesen und schreiben lernen. Damit Schülerinnen und Schüler auch die entfernt liegende weiterführende Schule erreichen können, haben wir einen Schulbus gestiftet.
In der Organisation Seva Kendra der Diözese Dibrugarh haben wir einen lokalen Partner gefunden, der sich um das Wohl der Menschen auf den Teeplantagen kümmert und insbesondere durch Bildungsmaßnahmen das Selbstvertrauen und die Chancen auf eine bessere Zukunft stärkt.







